Was ist Slow Carb?

Die Slow-Carb-Methode ist recht einfach zu erklären.

Dabei handelt es sich um eine Ernährungsform bei der schnell aufgenommene Kohlenhydrate, die dementsprechend schnell den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, gemieden werden sollen. Warum soll ein schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels vermieden werden? Ganz einfach, steigt der Blutzuckerspiegel an, schüttet der Körper automatisch Insulin aus. Nimmt man nun schnelle Kohlenhydrate zu sich steigen der Blutzucker- und der Insulinspiegel schnell an und fallen auch schnell wieder ab. Ist der Insulinspiegel im Keller, hat man Heißhunger.

Um Heißhungerattaken zu vermeiden, empfiehlt daher die Slow-Carb-Methode die Ernährung hinsichtlich „langsamer“ Kohlenhydrate umzustellen. Dafür gibt es einige wenige, gut einprägsame Regeln.

  1. Man darf so viel Essen wie man will.
  2. Was darf ich nicht essen/trinken?
    Schnelle Kohlenhydrate wie sie in Kartoffeln, Pasta, Cerealien (Müsli), paniertem Fleisch aber auch in Vollkornprodukten enthalten sind, sind zu vermeiden.
    Ebenso sollte man darauf achten, keine Kohlenhydrate über Getränke aufzunehmen. Also Softdrinks, Fruchtsäfte, Milch und Alkohol meiden. Ebenso sind Obst und Milchprodukte wegen des hohen Zuckergehalts und dessen Wirkung auf den Insulinspiegel zu vermeiden.
  3. Was darf ich essen/trinken?
    Gaaanz wichtig ist, dass man viel trinkt. Dazu eigenen sich besonders Wasser und grüner Tee. Kaffee ist natürlich nicht verboten, aber mir schmeckt er ohne Milch und Zucker nicht – deswegen lasse ich ihn gleich weg. Mittlerweile trinke ich gerne meinen Kaffee schwarz.
    Eine Alternative zur herkömmlichen Kuhmilch stellt aber die Eiermilch dar.
    Eine zubereitete Mahlzeit sollte mindestens 20g Proteine (innerhalb der ersten 30min nach dem Aufstehen auch 30g) und einen der folgenden Bestandteile enthalten:
    Proteine
    Eiweiß (Eier), Geflügel, Rindfleisch, Fisch, Schweinefleisch
    Hülsenfrüchte (langsame Kohlenhydrate)
    Linsen (aller Art), Kidneybohnen, weiße Bohnen, Erbsen
    Gemüse
    Brokkoli, Blumenkohl (alle Kohlarten), Salate, grüne Bohnen, Spinat, Mangold, Sauerkraut, Spargel, Erbsen, Karotten, Tomate, Zucchini, Aubergine, Paprika, Avocado (max. 1/Tag), Zwiebeln, KnoblauchWichtig ist dabei, dass man bei den Mahlzeiten auf den Gemüseanteil achtet. Dieser sollte bei ⅔ liegen. Ebenso sind Hülsenfrüchte nur morgens oder mittags erlaubt, da diese den Fettstoffwechsel in der Nacht bremsen. Der Körper verstoffwechselt in der Regel erst die Kohlenhydrate aus der Nahrung bevor er an das im Körper eingelagert Fett geht. Da wir Fett abbauen wollen, tricksen wir den Körper aus und geben ihm abends keine langsamen Kohlenhydrate, so dass er direkt an die Fettreserven muss.

Soo, das war es erst mal zu Slow Carb. Sollte mir noch mehr einfallen, werde ich die Seite natürlich aktualisieren :-).

 

EDIT Oktober 2015: Slow Carb mag für viele funktionieren. Ich komme momentan damit leider nicht klar und bin wieder auf das klassische Kalorienzählen und Sportmachen umgestiegen. Seit dem tut sich endlich auch wieder etwas auf der Waage und ich bin nicht mehr ganz so frustriert. Ich hoffe, dass ich mit diesem Weg dauerhaft an mein Ziel komme. Ich werde euch dazu berichten.

7 Kommentare zu “Was ist Slow Carb?

    • Milch enthält nicht den typischen Einfachzucker, aber Milchzucker. Dieser hat ebenfalls wie der Einfachzucker und die schnellen Kohlenhydrate eine Auswirkung auf den Insulinspiegel.

      • Oh…gut zu wissen. Ich trinke abends oft einen Eiweißshake mit 250 ml fettarmer Milch. Ich ernähre mich nach der Insulin-Trennkost. Wahrscheinlich sind da 250 ml nicht weiter schlimm, oder?! Ich werde später mal recherchieren…Danke für den Hinweis!

      • Naja wenn du mit SiS auf deinen Insulinspiegel achtest, würde ich mal probieren den Proteinshake abends über 14Tage wegzulassen… Vielleicht merkst du schon recht schnell den Unterschied.

      • Hm…habe gerade schon mal versucht zu recherchieren, irgendwie steht überall etwas anderes. Momentan nehme ich ganz gut ab…aber ich werde es vielleicht einmal probieren, die Milch abends wegzulassen.

      • Schau mal unter nicodavinci.blogspot.de

        Nico erklärt dort immer ausführlich und nachvollziehbar warum einzelne Lebensmittel solche Auswirkung auf den Insulinspiegel haben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s